Kraftakt Energiewende IV

Chancen und Risiken der Transformation

 

Spätestens seit dem rot-grünen Atomausstieg und der Einführung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes wird die Energieversorgung in Deutschland umgebaut. Der neuerliche Atomausstieg nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima hat die Transformation zementiert. Die Weiterentwicklung der Energiepolitik ist mittlerweile mit dem Grünbuch- und Weißbuch-Prozess vorangetrieben worden. Gleichzeitig sinken die Kosten der Stromerzeugung aus Wind und Sonne deutlich. Inzwischen decken die Erneuerbaren Energien mehr als 25 % des Stromverbrauchs in Deutschland.

Die derzeit öffentlich am dringendsten diskutierten Fragen und Probleme des Systemumbaus sollen im Rahmen der Ringvorlesung „Kraftakt Energiewende – Chancen und Risiken der Transformation“ adressiert und diskutiert werden.

1. Vorlesung: Erfolsgeschichte Energiewende – Ein Vorbild für den Rest der Welt?
(Dr. Patrick Graichen, Direktor Agora Energiewende, Berlin)
2. Vorlesung: Ist die Förderung erneuerbarer Energien noch zeitgemäß?
(Prof. Dr. Felix Müsgens, BTU Cottbus)
3. Vorlesung: Insights from the AR5: Leipziger IPCC-Forscher präsentieren den aktuellen UN-Weltklimabericht
(Prof. Dr. Thomas Bruckner, IIRM Universität Leipzig, Fraunhofer MOEZ; Prof. Dr. Josef Settele, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig – Koordinierende Leitautoren des IPCC WG II+III)
4. Vorlesung: Netzentgelte – Die neuen Kosten­treiber der Energiewende?
(Prof. Dr. Dominik Möst, TU Dresden )
5. Vorlesung: Totgesagte leben länger – Herausforderung Photovoltaik
(Milan Nitzschke, Solarworld AG, Bonn)

Die Ringvorlesung findet im Wintersemester 2015/16, dienstagabends zwischen 19 Uhr und 21 Uhr im Hörsaal 2 der Universität Leipzig (Hörsaalgebäude Campus Augustusplatz, Universitätsstraße, 04109 Leipzig) statt.

Plakat Kraftakt IV

Veranstalter:

Das Institut für Infrastruktur und Ressourcenmanagement (IIRM) der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig verfolgt einen in der Region Mitteldeutschland bisher einzigartigen integrierten Ansatz, der alle Aspekte eines nachhaltigen Ressourcenmanagement (Energie/Wasser/Fläche/Abfall) gleichermaßen umfasst und so eine Brückenfunktion zwischen den umweltwissenschaftlichen Forschungsinstitutionen der Region und den umweltpolitischen bzw. energiewirtschaftlichen Entscheidungsträgern wahrnimmt. Das IIRM versteht sich als Ansprechpartner für alle, die auf betrieblicher, kommunaler, nationaler und internationaler Ebene anwendungsorientierte und umsetzbare Lösungen für integrierte Infrastruktursysteme suchen.

Kooperationspartner:

Akademischer Energieverein Leipzig e.V.

Ingenieure brauchen eine starke Vereinigung, die sie bei ihrer Arbeit unterstützt, fördert und vertritt. Diese Aufgabe übernimmt der VDI Verein Deutscher Ingenieure. Seit über 150 Jahren steht er Ingenieurinnen und Ingenieuren zuverlässig zur Seite. Mehr als 12.000 ehrenamtliche Experten bearbeiten jedes Jahr neueste Erkenntnisse zur Förderung unseres Technikstandorts. Das überzeugt: Mit 152.000 Mitgliedern ist der VDI die größte Ingenieurvereinigung Deutschlands.

Das Deutsch-Russische Institut für Energiepolitik und Energiewirtschaft e.V. (DRIEE) wurde im Februar 2007 gegründet und hat seinen Sitz in Leipzig. Die Ziele des Instituts sind die Förderung und Pflege von Forschung und Lehre in den Bereichen der nationalen und internationalen Energiepolitik und Energiewirtschaft, insbesondere auch der wissenschaftlichen und praktischen Ausbildung des akademischen Nachwuchs.


Hier gelangen Sie zu den vergangenen Auflagen.

 

„Erfolgsgeschichte Energiewende – Ein Vorbild für den Rest der Welt?“

vom 13.10.2015

Lars Waldmann – Agora Energiewende Berlin

Agora Energiewende versteht sich als Denk- und Politiklabor, in dessen Mittelpunkt der Dialog mit energiepolitischen Akteuren steht, insbesondere im Bereich des Stromsektors. Sie erarbeiten wissenschaftlich fundierte und politisch umsetzbare Wege, damit die Energiewende gelingt.

 

Ist die Förderung erneuerbarer Energien noch zeitgemäß?”

vom 03.11.2015

Prof. Dr. Felix Müsgens – Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg

Prof. Dr. Felix Müsgens ist seit 2011 Inhaber des Lehrstuhls für Energiewirtschaft an der Fakultät für Maschinenbau, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg. Zuvor war er von 1999 bis 2002 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Energiewirtschaftlichen Institut der Universität zu Köln (EWI) und in der Unternehmensberatung von Prof. Dr. C. C. von Weizsäcker beschäftigt. Er promovierte zu dem Thema Investitionen, Preisbildung und Risikomanagement auf Energiemärkten. Im Jahre 2009 gründete er das anerkannte Beratungsunternehmen r2b energy consulting GmbH.

 

Insights from the AR5: Leipziger IPCC-Forscher präsentieren den aktuellen UN-Weltklimabericht

am 24.11.2015

PD Dr. Josef Settele – Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig

Prof. Dr. Thomas Bruckner – Fraunhofer MOEZ, Universität Leipzig

Koordinierende Leitautoren IPCC-WG II & III

Die UN-Klimakonferenz in Paris vom 30. November bis zum 11. Dezember 2015 stellt eine zentrale Weiche in der künftigen Weltklimapolitik dar. In Nachfolge des Kyoto-Protokolls soll eine neue internationale Klimaschutz-Vereinbarung verabschiedet werden. In Vorbereitung auf diese wegweisende Konferenz heißen wir Ende November zwei Koordinierende Leitautoren der Arbeitsgruppen II und III des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), die Leipziger Forscher Prof. Dr. Thomas Bruckner und PD Dr. Josef Settele, herzlich willkommen. Prof. Dr. Thomas Bruckner ist Inhaber der Professur für Energiemanagement und Nachhaltigkeit am Institut für Infrastruktur und Ressourcenmanagement (IIRM) der Universität Leipzig und Leiter der Abteilung Nachhaltigkeitsmanagement und Infrastrukturökonomie am Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie. PD Dr. Josef Settele forscht am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig zu den Themen Biodiversität und Landnutzung. Sie präsentieren die aus Ihrer Sicht wichtigsten Ergebnisse des Fünften Sachstandsbericht (5th Assessment Report, kurz: AR5) des IPCC und die Implikationen für die Klimakonferenz in Paris.

 

„Netzentgelte – Die neuen Kostentreiber der Energiewende?”

am 01.12.2015

Prof. Dr. Dominik Möst – Technische Universität Dresden

Prof. Dr. Dominik Möst ist Inhaber des Lehrstuhls für Energiewirtschaft an der Technischen Universität Dresden. Prof. Dr. Mösts Tätigkeitsbereiche sind u.a. die Energiesystemmodellierung, die langfristige Entwicklung von Energiemärkten und -preisen (insb. Strom, Gas und CO2-Zertifikate), erneuerbare Energien und Energieeffizienz sowie die agentenbasierte Modellierung in der Energiewirtschaft.

 

 

„Totgesagte leben länger – Herausforderung Photovoltaik”

am 12.01.2016

Milan Nitzschke – SolarWorld AG

Die 1998 gegründete SolarWorld AG mit Sitz in Bonn ist ein internationaler Solartechnologiekonzern und gehört mit seinen 3.400 Beschäftigten zu den größten Photovoltaikherstellern der Welt. SolarWorld deckt dabei alle Stufen der Wertschöpfung ab – vom Rohstoff Silizium über die Entwicklung und Produktion von Wafer, Zellen und Modulen bis hin zu schlüsselfertigen Solarstromanlagen und deren Recycling. Die Fertigung erfolgt in Freiberg und Arnstadt (Deutschland) sowie in Hillsboro im US-Bundesstaat Oregon, wobei der Konzern dort die erste vollständig integrierte Photovoltaik-Produktion Amerikas für monokristalline Hocheffizienz-Solarprodukte betreibt.

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